CDU-Fraktion Sonsbeck und Frederik Paul besuchen KSR-Gruppe – Aus Alt mach Neu Sonsbeck/Wesel
Im regelmäßigen Austausch mit den heimischen Unternehmen zu bleiben, ihre aktuellen Herausforderungen kennenzulernen und zu erfahren, wo Politik unterstützen kann – das ist der CDU-Fraktion im Sonsbecker Gemeinderat ein wichtiges Anliegen. Daher besucht die Fraktion mindestens einmal jährlich ein Unternehmen aus der Gemeinde.
In diesem Jahr führte der Unternehmensbesuch gemeinsam mit Frederik Paul, CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Wesel II, zur KSR-Gruppe. Für Paul war der Besuch zugleich die fünfte Station seiner Sommertour durch den Wahlkreis, bei der er mit Unternehmen, Vereinen, Institutionen und den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen möchte. Zehn Ratsmitglieder und sachkundige Bürgerinnen und Bürger der CDU-Fraktion nahmen an dem Besuch teil. Am Standort der GS Recycling im Rhein-Lippe-Hafen in Wesel wurden sie von Guido Schmidt und Bernd Dorlöchter empfangen.
Zum Auftakt erhielten die Teilnehmer im Geschäftsgebäude einen Einblick in die Geschichte des Sonsbecker Familienunternehmens sowie in dessen heutige Tätigkeitsfelder. Die Wurzeln der KSR-Gruppe reichen bis ins Jahr 1965 zurück. Was als Altöl-Abholdienst begann, hat sich über die Jahrzehnte zu einem spezialisierten Unternehmen für Recycling, Entsorgung und Wiederaufbereitung entwickelt.
Dabei steht der Gedanke der Kreislaufwirtschaft im Mittelpunkt: Abfälle und Reststoffe sollen möglichst nicht nur entsorgt, sondern aufbereitet und wieder in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden. Unter anderem werden Altöle sowie Kühl- und Bremsflüssigkeiten aufbereitet. Hinzu kommen Leistungen in den Bereichen Sonderabfallentsorgung, Logistik, Tankreinigung und Laboranalytik. Aus verschiedenen Stoffströmen entstehen so erneut verwertbare und marktfähige Produkte.
Von der Anlieferung bis zur Wiederverwertung
Anschaulich erläuterten Schmidt und Dorlöchter den Gästen die verschiedenen Schritte: von der Anlieferung des Altöls über die Beprobung und Untersuchung im Labor bis hin zur weiteren Aufbereitung und Wiederverwertung. Dabei wurde deutlich, welcher technische Aufwand und welches Fachwissen erforderlich sind, um aus vermeintlichen Abfallstoffen erneut nutzbare Rohstoffe und Produkte zu gewinnen.
„Das Motto ‚Aus Alt mach Neu‘ beschreibt sehr treffend, was hier tagtäglich geleistet wird. Es ist beeindruckend zu sehen, wie aus Stoffen, die zunächst als Abfall wahrgenommen werden, durch moderne Verfahren wieder wertvolle Produkte entstehen“, zeigte sich die CDU-Fraktion nach der Vorstellung beeindruckt.
Nach dem fachlichen Austausch im Verwaltungsgebäude ging es für die Gruppe auf das weitläufige Werksgelände im Rhein-Lippe-Hafen. Dort konnte zunächst die bereits bestehende biologische Abwasserbehandlung besichtigt werden. Anschließend richtete sich der Blick auf die nächsten Entwicklungsschritte der KSR-Gruppe – und damit auf eines der derzeit größten Zukunftsprojekte des Unternehmens.

Großprojekt direkt am Rhein
Direkt am Hafen entsteht ein Schiffsreinigungs- und Entgasungsterminal für Binnenschiffe. Damit erschließt die Unternehmensgruppe ein weiteres Geschäftsfeld und überträgt gleichzeitig ihren bisherigen Ansatz der Kreislaufwirtschaft auf die Binnenschifffahrt.
Schiffe sollen dort künftig umweltgerecht entgast und gereinigt werden können. Die dabei anfallenden Stoffströme sollen anschließend so weit wie möglich aufbereitet und wieder einer Verwertung zugeführt werden. Damit soll eine Alternative zur Abgabe entsprechender Gase an die Umwelt geschaffen und zugleich eine zentrale Anlaufstelle für die Binnenschifffahrt entstehen.
Während des Rundgangs waren die Bauarbeiten bereits deutlich sichtbar. Kräne und Baumaschinen prägten das Gelände in Richtung Hafen.
„Wir arbeiten seit mehr als 15 Jahren auf diese nächsten Schritte am Standort Wesel hin. Umso mehr freuen wir uns, dass die Umsetzung jetzt sichtbar vorangeht und wir jeden Tag sehen können, dass die Kräne dort stehen und Arbeiten voranschreiten“, erläuterten Guido Schmidt und Bernd Dorlöchter den Besuchern.
Die Planungen für das Projekt reichen bereits viele Jahre zurück. Mit dem ersten Rammschlag im Oktober 2025 begann schließlich die konkrete Bauphase des neuen Terminals.
Für die Besucher wurde beim Rundgang deutlich, welche Dimensionen das Vorhaben hat. Neben dem Umweltgedanken spielen dabei auch die weitere Entwicklung des Unternehmens, neue Arbeitsplätze und zusätzliche wirtschaftliche Impulse für die Region eine wichtige Rolle.
„Auf dieses Unternehmen können wir stolz sein“
CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Krebber zeigte sich insbesondere von der Ausdauer bei der Umsetzung von Projektabschnitten, als auch dem langfristigen unternehmerischen Denken der KSR-Gruppe beeindruckt:
„Auf ein solches Unternehmen bei uns in Sonsbeck können wir nur stolz sein. Die KSR-Gruppe zeigt, wie unternehmerischer Erfolg, Innovation und Kreislaufwirtschaft miteinander verbunden werden können. Besonders beeindruckend ist, dass hier nicht nur über die nächsten Monate gesprochen wird, sondern Projekte über viele Jahre konsequent verfolgt und schließlich umgesetzt werden.“
Auch der Charakter als Familienunternehmen sei während des Besuchs deutlich spürbar gewesen. „Es ist schön zu sehen, dass auch die nächste Generation bereits in den Startlöchern steht und die Unternehmensphilosophie fortführen möchte. Gleichzeitig beweist die Geschäftsführung Weitblick, indem Verantwortung künftig auf mehrere Schultern verteilt werden soll“, so Krebber.
Für die CDU-Fraktion und Frederik Paul bestätigte der Besuch zugleich, wie wichtig der regelmäßige direkte Austausch zwischen örtlicher Wirtschaft und Politik ist. Herausforderungen, Investitionsentscheidungen und langfristige Projekte ließen sich am besten verstehen, wenn man sie unmittelbar vor Ort kennenlerne.
Nach dem Rundgang stand für die Teilnehmer deshalb fest: Der Besuch am Rhein-Lippe-Hafen dürfte nicht der letzte Austausch mit der KSR-Gruppe gewesen sein.
